Frühkindliche Traumaarbeit
Manches hat keine Worte. Wenn du für etwas keine Sprache findest, liegt der Ursprung oft in einer Zeit, in der du noch keine hattest. Was vor den Worten liegt, prägt mit – und meldet sich später, ohne sich erklären zu können.
Woran du es merken kannst
Trauma zeigt sich nicht als Erinnerung, sondern als Reaktion. Es sind die Momente, in denen etwas in dir erstarrt, wegläuft oder angreift – eine Überforderung, die schneller da ist als jeder Gedanke.
Vielleicht kennst du auch das: Situationen, die sich immer wiederholen und an derselben Stelle stecken bleiben. Ein Lebensbereich, in dem es nicht vorangeht, so sehr du es dir auch wünschst. Das Gefühl, eher zu reagieren als selbst zu gestalten.
Ich nenne das einen Knoten. Eine Verknäulung, an der der Körper „ouch“ sagt. Da ist eine Wunde, und da geht es nicht weiter.
Auch die Geburt selbst ist eine überwältigende Erfahrung. Fast jeder Mensch trägt davon etwas mit sich, und es taucht im Leben wieder auf – an den Kontaktstellen zur Welt: wie souverän du dich bewegst, wie viel du selbst gestaltest und wie viel du nur beantwortest.
Wie ich arbeite
Frühkindliche Traumaarbeit ist Körperarbeit – eine Psycho-Körpertherapie. Wir sprechen, aber wir bleiben nicht beim Sprechen.
Du erzählst mir zuerst, worum es geht. Dann suchen wir gemeinsam nach einer Ressource: etwas, das dich trägt, ein positiver Anker, zu dem wir jederzeit zurückkehren können. Erst danach gehen wir ins Thema.
Von da an folge ich deinem Körper. Was passiert in dir, während du erzählst? Wo wird es eng, wo wird es still? Der Körper zeigt den Weg, und wir gehen ihn Schritt für Schritt – auch an die Stellen, die schwierig sind. Was bewusst wird, kann sich lösen. Und was sich löst, kann sich neu sortieren.
Eine Sitzung dauert zwischen anderthalb und drei Stunden. Ich habe früher stundenweise gearbeitet und damit aufgehört: Ein Prozess hat seinen eigenen Bogen, und der richtet sich nicht nach der Uhr.
Einzeln oder in der Gruppe
Beides wirkt. Beides verändert etwas. Es geht nicht darum, was besser ist – sondern was gerade passt.
In der Gruppe wird es fast wie eine Aufstellung. Alle im Raum sind beteiligt und nehmen stellvertretend wahr, was zu deinem Thema gehört. Wir leiten immer zu zweit, ein Mann und eine Frau – als Flächen, auf denen sich Vater und Mutter zeigen können. Diese Vielstimmigkeit bringt Perspektiven herein, die im Einzelsetting nicht entstehen; oft wird dadurch eine tiefere Ebene erreichbar.
Im Einzelsetting sind nur du und ich im Raum. Das ist der richtige Ort für alles, was zu empfindlich ist, um es vor anderen auszusprechen. Und es ist beweglicher: Ein Termin lässt sich schneller finden als eine Gruppe.
Zu Gruppen komme ich dorthin, wo die Gruppe ist – gemeinsam mit einem Co-Leiter.
Was sich verändern kann
Menschen gehen handlungsfähiger aus dieser Arbeit heraus. Der Spielraum wird größer. Es entsteht die Erfahrung, dass sich etwas bewegen lässt – dass Bereiche, die lange als problematisch galten, sich verändern und leichter werden können.
Ein Versprechen ist das nicht. Was in dir geschieht, kann ich nicht steuern und nicht garantieren. Ich kann den Raum halten, in dem es geschehen darf.
Das Praktische
Einzelsitzungen finden in meiner Praxis im ZEGG in Bad Belzig statt. Zu Gruppen komme ich vor Ort. Eine Sitzung dauert anderthalb bis drei Stunden.
Was eine Sitzung kostet, besprechen wir vorher miteinander – das hängt davon ab, wie wir arbeiten und wie viel Zeit dein Prozess braucht.
Für einen Termin ruf mich an oder schreib mir eine Mail. Ich freue mich, wenn du dich meldest.
Ich arbeite als Heilpraktikerin. Die Traumaarbeit findet in diesem Rahmen statt – auf einer Basis von zwanzig Jahren Erfahrung mit Menschen in schwierigen Phasen.